Fleckistock light

27.09.2021 - 28.09.2021   (Gregi)

Pünktlich wie die Eisenbahn traf die Rothenburger Fraktion bestehend aus Helen, Claudia, Willy und Gianni am Treffpunkt zu unserer abgespeckten Fleckistock-Tour in Göschenen ein. Von dort wanderten die einen auf, die anderen (wegen Pilzen und Heidelbeeren) neben dem Weg zum Gruebenseeli. Dort gabs trotz top Sandstrand keine Abkühlung, weil die Baywatch aus irgend einem Grund frei bekommen hatte. Als Trostpflaster gabs in der Salbithütte wenig später einen leckeren selbstgemachten Pfefferminz Willkommenssirup.
Der Abend ist schnell erzählt… Geniessen, also Jassen und fein Essen (Ersteres geniessen ja vorallem die Gewinner) und Wetterbericht studieren. …der wiederum prophezeite für den Folgetag ein Wechselbad der Gefühle.
Nicht alle schliefen gleich gut. Den Tourenleiter plagte das schlechte Gewissen, dass die lange Siegesserie seiner Jasspartnerin wegen seines ‚Aussetzers‘ ein jähes Ende genommen hatte. Andere mussten gedanklich nochmals eine Abschlussprüfung(?) ablegen, während nochmals andere genüsslich der etwas lauten Atmung eines offensichtlich schlafenden ‚Gspähnlis‘ lauschten.
Neuer Tag neues Glück… Nach dem Frühstück wurden fleissig die Daten des Niederschlagsradars mit der Realität verglichen. Ja, es regnet! So wurde der Start des beinahe übermotivierten Teams verschoben. Keine konkrete Zeit. …einfach mal auf 3500, Stöck, Wiis, Stich…
Drinnen waren ein paar Runden später nicht mehr alle gleich guter Laune. Es roch penetrant nach Revanche. Aber draussen hatte es aufgehört zu regnen, also nichts wie los!
Wir machten uns auf den Höhenweg zur Voralphütte. Wunderbar allein. Das Überqueren der berühmten Hängebrücke war beim herrschenden dichten Nebel ein spezielles Erlebnis. Sie führte buchstäblich ins Nichts. Dafür konnte man sich die Höhenangst sparen... Die steilen Stellen nach dem Salbitbiwak wurden von uns gewohnt elegant gemeistert und schon bald zeigte sich blauer Himmel. Das Wetter und wir waren im Wettstreit um mehr Dynamik. …das Wetter gewann schliesslich nach Punkten. Die Blicke zum Salbit Westgrat, Sustenhorn und natürlich zum Fleckistock waren kurz aber umso intensiver.
In der frisch renovierten Voralphütte wurde das Angebot an süssem Gebäck mit Kaffee durchprobiert. Gianni prüfte derweil mit Kennerblick noch die neue Einrichtung. Es waren alle zufrieden.
Danach gabs noch eine kleine Pünktlichkeitsübung. Die Haltestelle Voralpkurve sollte möglichst knapp vor Abfahrt des Postautos erreicht werden, natürlich ohne Einschränkung der Landschaftsfotografie oder Geschäftstelefonie… Auch mit einem Boxenstop kurz vor dem Ziel, es mussten wieder die Regenreifen montiert werden, waren wir noch fünf Minuten zu früh dort. Es besteht also durchaus noch Optimierungspotential beim Wanderzeitdifferenzler.
Die Heimreise gestaltete sich durchaus nach Tradition der Bergfreunde. Mit einem Kaffee beim Perron-Bistro im Bahnhof Göschenen und gediegenem Reisen mit der Bahn, bevor eine Umsteigezeit von einer Minute wieder etwas Engagement forderte…
Vielen Dank liebe Rothenburger Freunde, hat viel Spass gemacht mit euch!
Hinweis: Dieser Bericht enthält Produkteplazierungen ;-)

Fotos



  • zurück