7 Alpen - 7 Zwärgli - vom Klausenpass nach Unterschächen

05.09.2020 - 05.09.2020   (Ruedi Walpen)

Bei herrlichem Wetter fuhren sieben Bergfreundinnen und drei Bergfreunde ins Schächental und hinauf auf den knapp 1949 (Gründungsjahr der BL) hohen, vor 120 Jahren eröffneten Klausenpass. Die Jubiläumstour wollte nachgeholt werden - die sieben Zwärgli hatten sich ja noch versteckt! Ups... das erste Zwärgli entdeckten wir ja schon auf der Passhöhe, wahrscheinlich war es ungeduldig und wollte die Wandergruppe schon dort willkommen heissen. Während sich die meisten Wanderer auf der Sonnenseite des Schächtentals auf den Weg machten, marschierten wir nun auf der Schattenseite los und bald zeigte sich das Schärhorn und die Schächtentaler Windgällen im besten Licht. Unter dem Chammlihöreli durch führte uns der Weg zur Chammlialp und zum zweiten Zwärgli, das rasch gefunden wurde. Über den Chammlitritt mit einem herrlichen Aussichtspunkt folgten wir nun dem Weg zur Oberalp und wen wundert's, auch hier fanden wir ein Zwärgli - schon das Dritte. Nach einem steilen, zum Teil auch nassen Abstieg (überhaupt waren wir mehr am Absteigen) erreichten wir die Niederalp und fanden versteckt hinter einem Stein das vierte Zwärgli. Die Mittagsrast machten wir dann auf mit zum Teil kuhfladenbeladenen Steinen. Bei der Erledigung ihres Geschäfts fand Rita im nahen Wald zwei prächtige Steinpilze, was sofort eine grosse allgemeine Suchaktion auslöste - leider erfolglos! Weiter ging's dem Pfad entlang zur Alp Wannelen wo wegen des schönen Wetters das Alpbeizli offen hatte. Wir stärkten uns mit Schächtentaler Kaffee, saurem und sehr süssem Most. Aber jetzt, wo ist wohl das fünfte Zwärgli? Auch intensivstes Suchen nützte nichts, das Zwärgli blieb verschollen - vielleicht wollte es nicht länger auf uns warten und ist mit Schneewittchen ausgebüxt? Also liefen wir wieder los und bald zweigte der Weg ins Brunnital ab - wiederum mit herrlichen Ausblicken zum Rossstock, zum Fulen, zum Gross Ruchen, zur grossen Windgälle und steil hinunter nach Unterschächen. Bei der Alp Trogen, das gibt's ja nicht, fanden wir wieder ein Zwärgli, schön am Wegrand unter einer Wurzel versteck. Hier trennten sich die Wege. Die eine Hälfte der Gruppe stieg auf der Normalroute hinunter nach Unterschächen, die andere Hälfte nahm den luftigeren, stotzigen, einheimischen Weg über die Flue, mit Leitern und grandiosen Tiefblicken unter die Füsse. Wen wunderts, bei der Alp Flue fand sich auch noch das letzte Zwärgli. Kurz nachdem im Restaurant Alpina ein erster Regentropfen Elsbeth traf, stiegen wir in die Autos und fuhren dem Stau, welcher sich ab Stans bildete entgegen. Es war ein gelungener Wandertag im schönen Schächtental - vielen Dank für's Mitkommen.

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