Schneeschuhtouren in Sur und Bivio

07.02.2020 - 08.02.2020   (Ruedi Walpen)

Noch fast in der Nacht fuhren wir mit dem Auto los von Luzern, über Chur nach Sur (reimt sich doch nicht schlecht). In Sur stiess dann auch noch Hannes zu unserer fünfköpfigen BL-Gruppe, nun waren wir drei Damen und drei Herren (also grad drei Tanzete). Bei klirrender Kälte schnallten wir so rasch als möglich die Schneeschuhe an und begannen mit dem Aufstieg zur Alp Flix. Durch einen tiefverschneiten Wald zogen wir unsere Spur (d. h. die Spur war schon da) hinauf zur gewaltig grossen Alp Flix, einem Hochmoor von nationaler Bedeutung. Bei der Jurtensiedlung, die leider geschlossen war machten wir Mittagsrast. Der nachfolgende Aufstieg zum Piz Valotta (diesen Namen haben wir der Gipfel nach dem rund 100m darunter liegenden gleichnamigen Fuorcla selber gegeben) kostete einige Schweisstropfen, war aber landschaftlich wundervoll. Nach ausgiebiger Rast wagten wir uns an den gradlinigen Abstieg nach Sur und kamen dann auch etwas müde nach dem langen Tag, aber zufrieden über das Geleistete gegen 16:00 Uhr dort an.
Mit dem Auto fuhren wir nun nach Bivio, unserem Übernachtungsort und wurden im Hotel Guidon fürstlich verwöhnt (5 Gang Nachtessen).
Am Samstagmorgen durften wir dann etwas ausschlafen, das reichhaltige Frühstücksbüffet erwartete uns erst um 07:30 Uhr. Bereits eine Stunde später starteten wir unsere Tour zum Stallerberg. Auf den ersten 300 Höhenmetern wurden wir nach und nach von trainierenden Italienern mit leichten Skis- und Schuhen geradezu überrannt und überholt. Das tat unserer Motivation aber keinen Abbruch. Gemächlich marschierten wir über grosse Schneeflächen, enge Tälchen (der Kanton Graubünden ist halt schon recht gross) weiter und weiter und weiter... bis wir nach gute drei Stunden den Stallerberg (eigentlich ein Übergang ins Avers, aber weil der Name Berg vorkommt halt doch auch ein Gipfel...) erreichten. Die Diskussion, wo nun Juf (das höchstgelegene Dorf Europas, das ganzjährig bewohnt ist) liegt war sehr intensiv und schlussendlich musste der Peak Finder das Rätsel lösen. Der Abstieg durch Bruchharst, Pulver und Nassschnee war sehr lustig. Es bot sich auch Gelegenheit, Interessantes zur Lawinenkunde zu erfahren. Pünktlich um 15:00 Uhr erreichten nach total 6 Stunden Outdoor wieder Bivio. Wir kauften noch die selber gemachten Nusstorten vom Hotel Guidon (lecker) ein, verabschiedeten uns von Hannes und fuhren dann wieder zurück in die Innerschweiz, wo wir (wie beim Abfahren) in der Dunkelheit ankamen.
Es waren zwei sehr schöne Schneeschuhtage mit SCHNEE und zusammen mit einer tollen Gruppe. Merci für's Mitkommen!

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