Tourenbericht Glärnisch/Vrenelis Gärtli

08.08.2021 - 09.08.2021   (Rita und Bruno Illi)

Die Tour der grossen Fragezeichen
- Wie wird das Wetter?
- Welches Puzzleteil passt?
- Wo ist der Käse?
- Wer übernimmt die „Holz“-Schicht zwischen 2 - 3 Uhr?
- Wer war Vreneli?
- Wo sind meine Steigeisen?
- Wann fährt das Postauto?

Auf einer so langen Anfahrt bis ins hinterste Klöntal nach Plätz müssen viele Fahrgelegenheiten genutzt werden: VBL, Velo, e-Bike, SOB, SBB, Postauto, Auto und Alpentaxi, bis sich am Sonntag gegen Mittag alle auf den nassen Aufstieg machen können. Diese Stunde zur Hütte im steilen Gelände verbrachten alle unter Poncho, Regenjacke, Regenhose oder Regenschirm und verpassen dadurch die prächtigen Alpenblumen. Nach einer kurzen Pause bei einem Stück des besten Kuchens wagt sich die Leitungsgruppe nochmals in den Regen um den morgigen Aufstieg zu erkunden. Der Rest der Gruppe findet ein 500er Puzzle „Kapelle im Tirol“ (100 Grünnuancen!) und ist bis zum Abendessen beschäftigt. Auch die Spätankömmlinge leisten bald vergiftet Hilfe, doch trotzdem brauchte es auch nach dem Essen nochmals 1.5 Std., gesamte Frau-/Mannzeit wohl um 25 Std! Der dunkle Wald macht uns am meisten zu schaffen. Beim Nachtessen fehlte uns einfach an den Hörnli mit Brätkügeli der Käse. Erst vor der letzten Gabel meinte Beat, er hätte doch Käse im Rucksack?. Zum Glück heizte das Hüttenpaar im Winterraum den Ofen ein, damit wir am nächsten Tag trocken starten konnten. Aber wer heizt die Nacht durch? Paddy hat übernommen.
Knapp vor 5 Uhr ist Tagwache. Beim Blick an den Himmel kann es nur gut werden und um 6 Uhr nehmen wir den steilen Aufstieg in Angriff und schon um 8 Uhr blinzelt uns die Sonne an. Nach der Seil- und Steigeisenpartie über den Gletscher geht’s an die Schlüsselstelle, die fast wie ein Klettersteig eingerichtet ist, sogar Abstiegs- und Aufstiegsrichtung sind vorgegeben, damit sich niemand in die Quere kommt. Eine Gratwanderung führt uns auf den Gipfel, den wir vor 10 Uhr erreichen. Die vielen Sagen um Vreneli gleichen sich kaum, aber uns gefällt, dass sie sich mit einer Pfanne, die auf dem Gipfelkreuz steht, vor Regen geschützt haben soll oder dass man sie mit 3x küssen des richtigen Steines erlösen könne.
Der Abstieg ging gleich reibungslos vonstatten. Nachdem wir uns vom Seil gelöst hatten, packte Beat sein Seil zusammen und erstarrte fast, als er die Steigeisen im Rucksack nicht fand. Wohl beim Depot vergessen? Nein, sie kamen in Irenes Rucksack zum Vorschein, sie trug versehentlich beide gleichen Paare runter.
In der Hütte müssen wir den besten Kuchen nochmals probieren, dann gings locker durch die Blumenwiesen zur Chäseren, ins Alpentaxi und zum See. Die grosse Frage war, ob das Posti jetzt oder erst in eineinhalb Stunden fährt. Weder Papier- noch elektronischer Fahrplan konnte das Rätsel lösen. Erst der Fahrer klärte uns auf: ein Fehler im System, ha ha.
Die vom langen Abstieg müden Beinen können auf der langen Heimfahrt erstmal ausruhen.

Herzlichen Dank an die Leitung durch Maya, Irene und Beat. Es war ganz toll und in dieser Gruppe und immer wieder erheiternd.

Susanne, Paddy, Charlotte, Karin, Bruno, Rita

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