Ausweichtour Bannalp

07.02.2021   (Susanne Zehnder)

Aus 5 werden 3 und aus Arnihaggen der Schlittchueche
Das ursprüngliche Tourenziel «Arnihaggen» wurde am Vorabend von Bruno gestrichen: unten zu wenig Schnee, oben zuviel Nassschnee…Dank Markus Heutschis Tipp fanden wir eine ansprechende Alternative.
Aufgrund von sehr kurzfristigen Abmeldungen (wer traut schon dem Föhn) kamen Paddy und ich in den Genuss eines Privattourenleiters. Zu Dritt fanden wir uns auf dem selten so leeren Parkplatz der Talstation Bannalp ein. 07.30 Uhr war für den Bahnbetreiber gar früh und so warteten wir das Postauto ab. Doch auch dieses brachte keine weiteren Gäste. Niemand traute dem Wetterbericht, der bis Mittag noch Aufhellungen meldete. Die Wolkendecke zeigte einige blaue Lücken und wir waren ganz zufrieden, da sich der Wind noch still verhielt. Weit und breit keine anderen Skitüreler. Erst später sahen wir weit unten 3 Gestalten. Sie waren und blieben die einzigen.
In unserer äusserst kleinen Gruppe zeigte sich Bruno flexibel was Tourenziel, Tempo und Pausen anbelangte - quasi rollende Planung. Die Schneeverhältnisse wurden mit zunehmender Höhe besser, wir übermütiger und einen kurzen Augenblick freundeten wir uns mit dem Gedanken an, den Ruchstock zu besteigen…Doch die aufkommenden Wolken machten klar, dass unser Ziel nicht mehr in allzu weiter Ferne liegen darf, wenn wir bei der Abfahrt noch etwas Sicht haben wollten. Und das wollte Paddy unbedingt! Mit einsetzendem Schneefall wurde rasch klar, dass der Schlittchueche (Sätteli zwischen Laucheren- und Ruchstock mit Blick auf Rugghubelhütte) unser Tages-, bzw. Halbtagesziel sein wird.
Dank Saharastaub auf dem Schnee waren die Sichtverhältnisse bei der Abfahrt ganz «ordeli», gab er uns doch Struktur und Orientierung. Mittlerweile war es 11 Uhr und somit Skilift und Skibar auf der Bannalp geöffnet. Wir mussten also weder anfellen, noch ohne Prost nach Hause - und sogar an einen Tisch durften wir uns setzen. Weit und breit die einzigen Gäste. Der Schneefall wurde stärker und nässer. So hielt uns nichts mehr und wir freuten uns auf einen gemütlichen Sonntagnachmittag zu Hause bei Hudelwetter.
Vielen Dank an Bruno, dass du extra wegen uns aufgestanden bist! Und bis auf den Pulverschnee, hast du nichts versprochen, was du nicht halten konntest.
Susanne
Tourenleiter Bruno Gasser/ Teilnehmende Paddy und Susanne

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