Vom Dreibündenstein zum Gürgaletsch

24.08.2019 - 25.08.2019   (Ruedi Walpen)

Vier BL-Frauen aus Luzern mit dem Tourenleiter und ein Teilnehmer aus Chur trafen sich am Samstagvormittag um 08:00 Uhr bei der Brambrüeschbahn. Leider musste uns ein BL-Frau infolge Hexenschuss dort bereits wieder verlassen und den Heimweg antreten. Die verbliebene Fünfergruppe liess sich nun mit der Bahn hinauf zum Bambrüesch chauffieren. Bei leicht bedecktem Himmel ging's nun zu Fuss los über die Spundisköpfe mit einer super Aussicht auf das Rheintal und den Calanda bis zum Furggabüel wo wir Mittagsrast hielten. Vorbei am Wegweiser zur Bomber Lady Patricia (was das wohl ist? Google wusste Bescheid: Ein US-Bomber mit diesem Namen stürzte 1944 in diesem Gebiet ab, die Besatzung konnte sich mit dem Fallschirm retten) und über den Dreibündenstein gelangten wir über die Alp di Plaun (riesig gross) zum Fuss des Fulhorns. Über Fulbergegg gelangten wir nun steil zum Fulhorn (2528), unserem heutigen Gipfel. Nach dem obligaten Gipfelfoto stiegen wir über Fulberg wieder hinunter zur Alp di Plaun und von dort steil durch Heidelbeeren (mmh) zur Bergstation der Rodelbahn Pradaschier. Nach eine kühlen Trunk stürzten wir uns in Abenteuer und sausten mit den Rodeln hinunter nach Churwalden. Bis zum Waldhotel im Jugendstil (unserem Übernachtungsort) mussten wir jetzt noch ein paar Höhenmeter zurücklegen, aber das nahmen wir sportlich. Nach einem feinen Apéro und einem stärkenden Z'Nacht war schon bald Nachtruhe.
Am Sonntag begann die Tour mit dem Abstieg nach Churwalden. Bei der Kirche begann dann aber der Aufstieg, zuerst sehr gemütlich über Waldstrassen bis nach Innerberg. Eigentlich wollten wir "freehikend" auf's Parpaner Schwarzhorn steigen, was wir dann nach 200 Höhenmetern im bis zu 30° steilen Gelände bei Chötzenberg aufgeben mussten. Anstatt hinter dem Malakoff wanderten wir nun vor dem Malakoff (die Namensgebung ist sehr geheimnisvoll - siehe Google) zum Churer Joch. Die Mittagspause tat uns gut, hatten wir für den Gürgaletsch doch noch gute 400 Höhenmeter vor uns und bereits 1000 hinter uns. Über das Tälli gelangten wir dann zum Stelli und zum Gürgaletsch (2441) mit einem herrlichen Blick hinunter nach Chur. Frisch gestärkt mit dem Spezialtränkli von Siben Brünnen wagten wir uns an die nächste Herausforderung im Freehiking. Entlang dem Skilift, der bis fast unter Gipfel führt, stiegen wir durch Alpenrosenfelder steil hinunter zur Alp Falur und von dort wieder über normale Wanderweg bis nach Tschiertschen. Wir stärkten uns mit Most und Bier, bestiegen dann das Postauto, welches uns sicher nach Chur hinunter führte. Mit dem Auto gings dann wieder zurück in die Innerschweiz.
Wir erlebten zwei wunderschöne, anspruchsvolle Wandertage im Bündnerland in guter Gesellschaft und lassen alle heute Montag die Beine etwas baumeln.

Fotos



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