Alperschällilücka und Safierberg

10.09.2021 - 11.09.2021   (Ruedi Walpen)

Der Wetterbericht für die beiden Tourentage liess uns auf viele blaue Störungen hoffen - dies traf dann auch ein. Wir mussten das Regengewand nicht einmal hervor nehmen!
Aber nun der Reihe nach: Nach der Ankunft in Sufers im Rheinwald und einem stärkenden Kaffee gings steil hinauf, entlang dem Steilerbach und an der Nordflanke des Stutzhorn vorbei. Hier passen die Namen sehr gut. Es ist alles steil und stotzig. Ab der Steileralp wanderten wir dann mehr auf Geröll als auf Gras der Alperschällilücke zu. Interessanterweise war in dieser gottverlassenen Gegend kein Wild zu sehen - warum wohl - im Bündnerland ist Jagd!
Nach einer gemütlichen Pause auf der Alperschällilücka lockte uns noch das Bodahora (2697), welches wir alsbald im Freehykingstil unter die Füsse nahmen. Und siehe da: in einer grossen Geröllhalde am Nordhang des Wisshorn entdeckten wir eine riesen Rudel Steinböcke - ein wirklich schöner Anblick! Nun gings wieder weglos zum Wanderweg hinunter der uns wörtlich durch die Hölle führte. Steil und nass mit super Felsformationen führte uns der Weg durch den Höllgraben ins Safiental. Unser Ziel, das Turrahus war schon in weiter Ferne zu sehen, was uns einen Motivationsschub gab. Apéro, Nachtessen und Schlaf entsprachen unseren Vorstellungen und so konnten wir ausgeruht am Samstag die zweite Etappe unserer Wanderung in Angriff nehmen.
Entlang der Rabiusa und Kuhherden wanderten wir ins Safiental hinein und stiegen dann bei der Chrachalp hinauf zum Safierberg und von dort noch auf eine unbenannten kleinen Gipfel. Nach der Mittagsrast folgten wir dem Weg dem Stutzbach entlang und am Fusse des Alperschällihora nach Splügen. Wir beobachteten gut genährte Murmeltiere und Schafe, die bis weit hinauf in die Flanken weideten, gut überwacht durch Herdenschutzhunde. Das letzte Teilstück vor Splügen war dann wieder sehr steil, dass es uns so richtig die Knie schlottern liess. Auf dem letzten Teilstück zurück nach Sufers konnten wir dann noch ein bisschen auslaufen und die Gelenke wieder in Ordnung bringen. Das Bauernhofglacé kurz vor dem Ziel war dann noch das Tüpfchen auf dem i. Etwas müde, aber mit einem gepackten Rucksack, voll von schönen Erlebnissen, kamen wir dann gegen Abend wieder in der Innerschweiz an.

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