2020
Januar
Bei herrlichem Sonnenschein aber ohne Schnee wanderten wir von Dallenwil der Engelberger Aa entlang bis Stans-Oberdorf. Nun verliessen wir den Fluss und steuerten das Allmendhüsli an. Nach einer Rast mit Kaffee wurde die Wanderung weitergeführt bis zum Bahnhof Stans.
Wohin sollen wir gehen? Wo hat's Schnee? Mändli wäre eine Option! Also, nicht's wie los, die Schneeschuhe im Auto versorgt und schon sind wir losgefahren (08:00 Uhr - das ist ja wahnsinnig früh...). Weil so wenig Schnee liegt konnten wir bis Hintere Brosmatt fahren und somit etwa 300 Höhenmeter sparen. Der Aufstieg auf's Mändli war wunderschön, ausser zwei Skifahrerinnen die bereits auf der Abfahrt waren, sahen wir ausser drei Rehen niemand. Der Gipfelgrat war mit den Schneeschuhen recht gut zu begehen und so kamen wir mit ein paar einzelnen Schweisstropfen beim Gipfelkreuz an. Rund eine Stunde gönnten wir uns nun bei herrlichem Sonnenschein und angenehmer Temperatur Mittagspause mit guten Gesprächen. Dann nahmen wir durch Speis und Trank gestärkt, den Rückweg über den Rückengrat in Angriff. Schneller als wir aufgestiegen sind, erreichten wir den Ausgangspunkt wieder. Unterwegs unterhielten wir uns noch über verschiedene Themen der Lawinenbeurteilung, was grad am Anfang der Tourensaison gar nicht so schlecht ist.

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  • Winterlich kalten Start im Tal, frühlingshaft warm auf dem Grat.
    Abfahrt oben Pulver - unten hart.

    Die Freuden und Leiden eines... Tourenleiters: Was sind das für üble Wetterprognosen? Was ist das für ein übles Lawinenbulletin? Wo hat es diesen Januar Schnee in der Umgebung? Diese Fragen beschäftigen mich zwei, drei Tage vor der angekündigten Tour! Nun ja, etwas wird schon möglich sein und wenn das nur eine Schneeschuhtour zum Brisenhaus ist. Nach drei Krankmeldungen sind wir also zu Viert hinauf nach Maria Rickenbach gefahren und wollten das verdiente Morgenkaffee einziehen - das Pilgerhaus öffnete aber erst um 09:00 Uhr, oje! So besichtigten wir die Wallfahrtskirche und hörten vom Tourenleiter, wie die Kirche entstanden ist - aber etwas ungenau! Beim Kaffee kam dann der Wallfahrtskaplan an unseren Tisch und wir hörten von ihm die genaue Geschichte. Das war sehr interessant. Nun aber galt es ernst und wir zogen los, dem Ahorn entgegen. Die Schneeschuhe mussten zuerst etwa 20 Minuten getragen werden - weshalb wohl? Der nächtliche Regen hat noch die letzten Schneereste weggeputzt. Ab der Ahornalp durften wir dann aber puren Nass- und Pfluderschnee geniessen. Wir stiegen also hinauf zum Brisenhaus, welches unbewartet war und genossen unser mitgebrachtes Essen und Trinken auf der Sonnenterrasse (ohne Sonne). Wir hatten noch nicht genug und stiegen bis zum Höchstand um dann von dort den Abstieg via Unter dem Stock, Grotzenwald und Brändlisboden in Angriff zu nehmen. Bei zunehmend sonnigem Wetter genossen wir den anspruchsvollen Abstieg in vollen Zügen. Immer wieder versanken wir fast bis zu den Knien im Schnee (eigentlich überraschend) und das kostete uns Kraft, war aber ein super Genuss. Dann zeigte sich noch, dass das Lawinenbulletin richtig war: etwa vier bis fünfmal wummte es gehörig (wir waren aber in sicherem Gelände). Das ist schon eindrücklich! Wieder auf dem Wanderweg Richtung Maria Rickenbach angelangt, zogen wir die Schneeschuhe aus, denn der Schnee, welcher am Vormittag noch auf dem Weg lag, war mehrheitlich weggeschmolzen.
    Resüme eines BL-Tourentages: Die Leiden des Tourenleiters haben sich in Freuden umgewandelt - es war ein toller Tag mit super Teilnehmenden! Danke für's Mitkommen!

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  • Februar
    Bei herrlichem Wetter wanderten wir von Sempach dem See entlang Richtung Sursee. Leider machte sich die Frühlingsmüdigkeit bemerkbar und so führte uns der Weg ins Rest. Centro in Nottwi. Nach einer Stärkung bestiegen wir hier in Nottwil den Zug zurück nach Luzern.
    Noch fast in der Nacht fuhren wir mit dem Auto los von Luzern, über Chur nach Sur (reimt sich doch nicht schlecht). In Sur stiess dann auch noch Hannes zu unserer fünfköpfigen BL-Gruppe, nun waren wir drei Damen und drei Herren (also grad drei Tanzete). Bei klirrender Kälte schnallten wir so rasch als möglich die Schneeschuhe an und begannen mit dem Aufstieg zur Alp Flix. Durch einen tiefverschneiten Wald zogen wir unsere Spur (d. h. die Spur war schon da) hinauf zur gewaltig grossen Alp Flix, einem Hochmoor von nationaler Bedeutung. Bei der Jurtensiedlung, die leider geschlossen war machten wir Mittagsrast. Der nachfolgende Aufstieg zum Piz Valotta (diesen Namen haben wir der Gipfel nach dem rund 100m darunter liegenden gleichnamigen Fuorcla selber gegeben) kostete einige Schweisstropfen, war aber landschaftlich wundervoll. Nach ausgiebiger Rast wagten wir uns an den gradlinigen Abstieg nach Sur und kamen dann auch etwas müde nach dem langen Tag, aber zufrieden über das Geleistete gegen 16:00 Uhr dort an.
    Mit dem Auto fuhren wir nun nach Bivio, unserem Übernachtungsort und wurden im Hotel Guidon fürstlich verwöhnt (5 Gang Nachtessen).
    Am Samstagmorgen durften wir dann etwas ausschlafen, das reichhaltige Frühstücksbüffet erwartete uns erst um 07:30 Uhr. Bereits eine Stunde später starteten wir unsere Tour zum Stallerberg. Auf den ersten 300 Höhenmetern wurden wir nach und nach von trainierenden Italienern mit leichten Skis- und Schuhen geradezu überrannt und überholt. Das tat unserer Motivation aber keinen Abbruch. Gemächlich marschierten wir über grosse Schneeflächen, enge Tälchen (der Kanton Graubünden ist halt schon recht gross) weiter und weiter und weiter... bis wir nach gute drei Stunden den Stallerberg (eigentlich ein Übergang ins Avers, aber weil der Name Berg vorkommt halt doch auch ein Gipfel...) erreichten. Die Diskussion, wo nun Juf (das höchstgelegene Dorf Europas, das ganzjährig bewohnt ist) liegt war sehr intensiv und schlussendlich musste der Peak Finder das Rätsel lösen. Der Abstieg durch Bruchharst, Pulver und Nassschnee war sehr lustig. Es bot sich auch Gelegenheit, Interessantes zur Lawinenkunde zu erfahren. Pünktlich um 15:00 Uhr erreichten nach total 6 Stunden Outdoor wieder Bivio. Wir kauften noch die selber gemachten Nusstorten vom Hotel Guidon (lecker) ein, verabschiedeten uns von Hannes und fuhren dann wieder zurück in die Innerschweiz, wo wir (wie beim Abfahren) in der Dunkelheit ankamen.
    Es waren zwei sehr schöne Schneeschuhtage mit SCHNEE und zusammen mit einer tollen Gruppe. Merci für's Mitkommen!

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  • Der zu stark abgeblasene Gipfelgrat des Arnihaaggens bewog uns das Tourenziel ins das schneesichere Oberalpgebiet zu verlegen. Bei strahlendem Wetter brachte uns die gut gefüllte Bahn auf den Oberalppass. Nach einem kurzen Kaffeestop fellten wir gemütlich los Richtung Pazolastock . Bei der ersten Gipfelrast auf dem Pazola sahen wir unser 2.Gipfel in nicht weiter Distanz. Abwechslungsreich gings dem nicht ausgesetzten Grat mal rauf dann wieder mal runter. Ein Teilstück bei der Martschalllücke mussten wir die Skier aufschnallen um auf den Rossbodenstock zu gelangen. Der 2. Gipfel hat sich nicht nur wegen dem 2. Gipfelkuss gelohnt. Die rassige steile Abfahrtsvariante überraschte uns mit traumhaften Pulverschnee bis weit ins Tal runter. Ausgejuchzt und mit zufriedenen Gesichter genossen wir den Apero auf der Sonnenterasse in Andermatt.

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  • Bei herrlichem Frühlingswetter fuhren vier Bergfreundinnen auf die Rigi Kaltbad. Wo ist der Schnee? Auf aperem Weg wanderten wir Richtung Rigi Scheidegg. Nach Rigi First wurden wir doch noch belohnt und wir konnten unsere Winterwanderung auf schneebedecktem Weg weiterführen. Auch konnten wir Eisstrukturen am Strassenrand bewundern. Jetzt gefällt es uns!! Nach einer verdienten Mittagspause im Rest. Unterstetten zog es uns wieder an die Wintersonne. Gemütlich wanderten wir dem Ziel entgegen und rätselten um die vielen Berggipfel des Panoramas. Wie schön ist doch die Schweiz!
    Skitouren vom Bünderdorf San Bernardino

    Am Freitag Morgen fuhren wir zu viert, Markus Heutschi mit 3 Teilnehmern, Priska Lüthy, Markus Schwingruber und Othmar Stadelmann nach San Bernardino auf 1630 m. Wunderschönes Wetter erwartete uns da. Nach einer kurzen Einlauftour haben wir am Nachmittag im Hotel Bellevue eingecheckt. Das erste Bier hatten wir uns auf der Terrasse bei herrlichem Sonnenschein bereits verdient. Am Abend genossen wir ein feines 4-Gang Menü.

    Am Samstag stand der Höhepunkt auf dem Programm, der Piz de Mucia 2957m. Unglaublich aber wahr: bis zur Höhe des Skidepots auf ca. 2850m waren wir im Kurzarmshirt aufgestiegen. Danach stürmten wir den Gipfel mit Steigeisen und Pickel. Herrliche Aussicht und kein Wind rundeten das Erlebnis ab. Da es in der Nacht auf Samstag klar war, waren die Verhältnisse für die Abfahrt perfekt.
    Wieder genossen wir den Apero auf der Sonnenterrasse im Hotel und rundeten den Tag erneut mit einem 4-Gänger ab.

    Am Sonntag bestiegen wir den Piz Uccello über eine steile, lange Flanke. Da es in der Nacht und am Morgen bedeckt war, waren die Schneeverhältnisse recht frühlingshaft, mehr Nassschnee wie Sulz, aber akzeptabel.

    Wir durften diese 3 Tage viel Schnee, Sonne und eine tolle Kameradschaft geniessen, einfach wunderbar. Danke an alle.


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  • Gigi konnte mit fünf Teilnehmern, den vier Bergfreuden Isaline, Irene, Bruno und Bruno sowie unserem Zürcher Gast Anita bei schönstem Wetter die Seilbahn von Oberrickenbach nach Fell-Chrüzhütte nehmen. Der Aufstieg über den schwarzen Graben zum Fierlegi war problemlos und die hohe Schneedecke sowie der tolle Pulverschnee liess bereits jetzt den Entschluss reifen nicht die Seeabfahrt sondern den schwarzen Graben abzufahren. Der Gipfelaufstieg gab dann noch etwas zu beissen, wegen Schneeverwehungen schnallten wir die Skis auf und bezwangen das Band zu Fuss. Als Belohnung konnten wir auf dem Gipfel die Sonne in vollen Zügen geniessen. Die Abfahrt über das Fierlegi (mit kurzen Gegenaufstieg) und den schwarzen Graben waren ein weiterer Höhenpunkt der Tour. Im Urnerstaffel genossen wir etwas Flüssiges und konnten die Tour noch einmal Revue passieren lassen. Gigi, danke für die tolle Tour.

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  • Zu siebt genossen wir diese gemütliche Touren mit immer wieder tollen Aussichten. Auf allen 3 Gipfeln hatten wir gute Bedingungen. Im Gipfelbereich wehte jeweils ein etwas kühler Wind. Auf der Abfahrt genossen wir zuoberst Pulver oder Sulz, der leider zuunterst immer in Bremsschnee überging!

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  • März
    Das kurze Zwischenhoch bescherte uns angenehmes Wanderwetter und sieben Bergfreundinnen freuten sich auf den Nachmittag. Nach einer kurzen Busfahrt zum Unterlöchli führte uns der Weg gleich in die Höhe. Bei Auf und Ab bestaunten wir die ersten Frühlingsboten und nach einer Stunde zeigte der Wegweiser schon wieder nach unten. In Ebikon verweilten wir bei Kaffee und Kuchen bis der Bus uns nach Luzern brachte.
    Start von Sahli bei sonnigen Aufhellungen, Waldstück hat nur knapp Schnee wegen der starken Regenfälle von letzten Woche. Für die harte Aufstiegspur benötigten wir Harscheisen. Wegen Oberschenkelkrampf mussten wir leider eine Teilnehmerin 100m unter dem Gipfel mit ihrem Partner warten lassen. Gemeinsam fuhren wir bei leichten Schneefall bei gut bis sehr gut fahrbaren Verhältnisse über Grün Boden und die Alpstrasse zurück ins Sahli.

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  • Juli
    Wegen einer Panne der SBB auf der Strecke Littau - Wolhusen, konnte sie den Anschluss zur Chappelenbodenbrücke nicht gewährleisten. So wanderten wir fünf Bergfreundinnen der Reuss entlang zur Gütschbahn. Diese führte uns auf den Gütsch und ersparte uns einige Schweisstropfen. Durch den kühlen Wald setzten wir unsere Wanderung fort und peilten das Schwyzerhüsli an. Hier genossen wir bei einem kühlen Drink die Aussicht auf die Stadt. Die Rückkehr führte uns zur Busstation Obergütsch, wo zwei Frauen den Bus bestiegen und die restlichen Drei liefen zum Besammlungsort.

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