2020
Januar
Bei herrlichem Sonnenschein aber ohne Schnee wanderten wir von Dallenwil der Engelberger Aa entlang bis Stans-Oberdorf. Nun verliessen wir den Fluss und steuerten das Allmendhüsli an. Nach einer Rast mit Kaffee wurde die Wanderung weitergeführt bis zum Bahnhof Stans.
Wohin sollen wir gehen? Wo hat's Schnee? Mändli wäre eine Option! Also, nicht's wie los, die Schneeschuhe im Auto versorgt und schon sind wir losgefahren (08:00 Uhr - das ist ja wahnsinnig früh...). Weil so wenig Schnee liegt konnten wir bis Hintere Brosmatt fahren und somit etwa 300 Höhenmeter sparen. Der Aufstieg auf's Mändli war wunderschön, ausser zwei Skifahrerinnen die bereits auf der Abfahrt waren, sahen wir ausser drei Rehen niemand. Der Gipfelgrat war mit den Schneeschuhen recht gut zu begehen und so kamen wir mit ein paar einzelnen Schweisstropfen beim Gipfelkreuz an. Rund eine Stunde gönnten wir uns nun bei herrlichem Sonnenschein und angenehmer Temperatur Mittagspause mit guten Gesprächen. Dann nahmen wir durch Speis und Trank gestärkt, den Rückweg über den Rückengrat in Angriff. Schneller als wir aufgestiegen sind, erreichten wir den Ausgangspunkt wieder. Unterwegs unterhielten wir uns noch über verschiedene Themen der Lawinenbeurteilung, was grad am Anfang der Tourensaison gar nicht so schlecht ist.

Fotos

  • Winterlich kalten Start im Tal, frühlingshaft warm auf dem Grat.
    Abfahrt oben Pulver - unten hart.

    Die Freuden und Leiden eines... Tourenleiters: Was sind das für üble Wetterprognosen? Was ist das für ein übles Lawinenbulletin? Wo hat es diesen Januar Schnee in der Umgebung? Diese Fragen beschäftigen mich zwei, drei Tage vor der angekündigten Tour! Nun ja, etwas wird schon möglich sein und wenn das nur eine Schneeschuhtour zum Brisenhaus ist. Nach drei Krankmeldungen sind wir also zu Viert hinauf nach Maria Rickenbach gefahren und wollten das verdiente Morgenkaffee einziehen - das Pilgerhaus öffnete aber erst um 09:00 Uhr, oje! So besichtigten wir die Wallfahrtskirche und hörten vom Tourenleiter, wie die Kirche entstanden ist - aber etwas ungenau! Beim Kaffee kam dann der Wallfahrtskaplan an unseren Tisch und wir hörten von ihm die genaue Geschichte. Das war sehr interessant. Nun aber galt es ernst und wir zogen los, dem Ahorn entgegen. Die Schneeschuhe mussten zuerst etwa 20 Minuten getragen werden - weshalb wohl? Der nächtliche Regen hat noch die letzten Schneereste weggeputzt. Ab der Ahornalp durften wir dann aber puren Nass- und Pfluderschnee geniessen. Wir stiegen also hinauf zum Brisenhaus, welches unbewartet war und genossen unser mitgebrachtes Essen und Trinken auf der Sonnenterrasse (ohne Sonne). Wir hatten noch nicht genug und stiegen bis zum Höchstand um dann von dort den Abstieg via Unter dem Stock, Grotzenwald und Brändlisboden in Angriff zu nehmen. Bei zunehmend sonnigem Wetter genossen wir den anspruchsvollen Abstieg in vollen Zügen. Immer wieder versanken wir fast bis zu den Knien im Schnee (eigentlich überraschend) und das kostete uns Kraft, war aber ein super Genuss. Dann zeigte sich noch, dass das Lawinenbulletin richtig war: etwa vier bis fünfmal wummte es gehörig (wir waren aber in sicherem Gelände). Das ist schon eindrücklich! Wieder auf dem Wanderweg Richtung Maria Rickenbach angelangt, zogen wir die Schneeschuhe aus, denn der Schnee, welcher am Vormittag noch auf dem Weg lag, war mehrheitlich weggeschmolzen.
    Resüme eines BL-Tourentages: Die Leiden des Tourenleiters haben sich in Freuden umgewandelt - es war ein toller Tag mit super Teilnehmenden! Danke für's Mitkommen!

    Fotos

  • Februar
    Bei herrlichem Wetter wanderten wir von Sempach dem See entlang Richtung Sursee. Leider machte sich die Frühlingsmüdigkeit bemerkbar und so führte uns der Weg ins Rest. Centro in Nottwi. Nach einer Stärkung bestiegen wir hier in Nottwil den Zug zurück nach Luzern.
    Noch fast in der Nacht fuhren wir mit dem Auto los von Luzern, über Chur nach Sur (reimt sich doch nicht schlecht). In Sur stiess dann auch noch Hannes zu unserer fünfköpfigen BL-Gruppe, nun waren wir drei Damen und drei Herren (also grad drei Tanzete). Bei klirrender Kälte schnallten wir so rasch als möglich die Schneeschuhe an und begannen mit dem Aufstieg zur Alp Flix. Durch einen tiefverschneiten Wald zogen wir unsere Spur (d. h. die Spur war schon da) hinauf zur gewaltig grossen Alp Flix, einem Hochmoor von nationaler Bedeutung. Bei der Jurtensiedlung, die leider geschlossen war machten wir Mittagsrast. Der nachfolgende Aufstieg zum Piz Valotta (diesen Namen haben wir der Gipfel nach dem rund 100m darunter liegenden gleichnamigen Fuorcla selber gegeben) kostete einige Schweisstropfen, war aber landschaftlich wundervoll. Nach ausgiebiger Rast wagten wir uns an den gradlinigen Abstieg nach Sur und kamen dann auch etwas müde nach dem langen Tag, aber zufrieden über das Geleistete gegen 16:00 Uhr dort an.
    Mit dem Auto fuhren wir nun nach Bivio, unserem Übernachtungsort und wurden im Hotel Guidon fürstlich verwöhnt (5 Gang Nachtessen).
    Am Samstagmorgen durften wir dann etwas ausschlafen, das reichhaltige Frühstücksbüffet erwartete uns erst um 07:30 Uhr. Bereits eine Stunde später starteten wir unsere Tour zum Stallerberg. Auf den ersten 300 Höhenmetern wurden wir nach und nach von trainierenden Italienern mit leichten Skis- und Schuhen geradezu überrannt und überholt. Das tat unserer Motivation aber keinen Abbruch. Gemächlich marschierten wir über grosse Schneeflächen, enge Tälchen (der Kanton Graubünden ist halt schon recht gross) weiter und weiter und weiter... bis wir nach gute drei Stunden den Stallerberg (eigentlich ein Übergang ins Avers, aber weil der Name Berg vorkommt halt doch auch ein Gipfel...) erreichten. Die Diskussion, wo nun Juf (das höchstgelegene Dorf Europas, das ganzjährig bewohnt ist) liegt war sehr intensiv und schlussendlich musste der Peak Finder das Rätsel lösen. Der Abstieg durch Bruchharst, Pulver und Nassschnee war sehr lustig. Es bot sich auch Gelegenheit, Interessantes zur Lawinenkunde zu erfahren. Pünktlich um 15:00 Uhr erreichten nach total 6 Stunden Outdoor wieder Bivio. Wir kauften noch die selber gemachten Nusstorten vom Hotel Guidon (lecker) ein, verabschiedeten uns von Hannes und fuhren dann wieder zurück in die Innerschweiz, wo wir (wie beim Abfahren) in der Dunkelheit ankamen.
    Es waren zwei sehr schöne Schneeschuhtage mit SCHNEE und zusammen mit einer tollen Gruppe. Merci für's Mitkommen!

    Fotos

  • Der zu stark abgeblasene Gipfelgrat des Arnihaaggens bewog uns das Tourenziel ins das schneesichere Oberalpgebiet zu verlegen. Bei strahlendem Wetter brachte uns die gut gefüllte Bahn auf den Oberalppass. Nach einem kurzen Kaffeestop fellten wir gemütlich los Richtung Pazolastock . Bei der ersten Gipfelrast auf dem Pazola sahen wir unser 2.Gipfel in nicht weiter Distanz. Abwechslungsreich gings dem nicht ausgesetzten Grat mal rauf dann wieder mal runter. Ein Teilstück bei der Martschalllücke mussten wir die Skier aufschnallen um auf den Rossbodenstock zu gelangen. Der 2. Gipfel hat sich nicht nur wegen dem 2. Gipfelkuss gelohnt. Die rassige steile Abfahrtsvariante überraschte uns mit traumhaften Pulverschnee bis weit ins Tal runter. Ausgejuchzt und mit zufriedenen Gesichter genossen wir den Apero auf der Sonnenterasse in Andermatt.

    Fotos

  • Bei herrlichem Frühlingswetter fuhren vier Bergfreundinnen auf die Rigi Kaltbad. Wo ist der Schnee? Auf aperem Weg wanderten wir Richtung Rigi Scheidegg. Nach Rigi First wurden wir doch noch belohnt und wir konnten unsere Winterwanderung auf schneebedecktem Weg weiterführen. Auch konnten wir Eisstrukturen am Strassenrand bewundern. Jetzt gefällt es uns!! Nach einer verdienten Mittagspause im Rest. Unterstetten zog es uns wieder an die Wintersonne. Gemütlich wanderten wir dem Ziel entgegen und rätselten um die vielen Berggipfel des Panoramas. Wie schön ist doch die Schweiz!
    Skitouren vom Bünderdorf San Bernardino

    Am Freitag Morgen fuhren wir zu viert, Markus Heutschi mit 3 Teilnehmern, Priska Lüthy, Markus Schwingruber und Othmar Stadelmann nach San Bernardino auf 1630 m. Wunderschönes Wetter erwartete uns da. Nach einer kurzen Einlauftour haben wir am Nachmittag im Hotel Bellevue eingecheckt. Das erste Bier hatten wir uns auf der Terrasse bei herrlichem Sonnenschein bereits verdient. Am Abend genossen wir ein feines 4-Gang Menü.

    Am Samstag stand der Höhepunkt auf dem Programm, der Piz de Mucia 2957m. Unglaublich aber wahr: bis zur Höhe des Skidepots auf ca. 2850m waren wir im Kurzarmshirt aufgestiegen. Danach stürmten wir den Gipfel mit Steigeisen und Pickel. Herrliche Aussicht und kein Wind rundeten das Erlebnis ab. Da es in der Nacht auf Samstag klar war, waren die Verhältnisse für die Abfahrt perfekt.
    Wieder genossen wir den Apero auf der Sonnenterrasse im Hotel und rundeten den Tag erneut mit einem 4-Gänger ab.

    Am Sonntag bestiegen wir den Piz Uccello über eine steile, lange Flanke. Da es in der Nacht und am Morgen bedeckt war, waren die Schneeverhältnisse recht frühlingshaft, mehr Nassschnee wie Sulz, aber akzeptabel.

    Wir durften diese 3 Tage viel Schnee, Sonne und eine tolle Kameradschaft geniessen, einfach wunderbar. Danke an alle.


    Fotos

  • Gigi konnte mit fünf Teilnehmern, den vier Bergfreuden Isaline, Irene, Bruno und Bruno sowie unserem Zürcher Gast Anita bei schönstem Wetter die Seilbahn von Oberrickenbach nach Fell-Chrüzhütte nehmen. Der Aufstieg über den schwarzen Graben zum Fierlegi war problemlos und die hohe Schneedecke sowie der tolle Pulverschnee liess bereits jetzt den Entschluss reifen nicht die Seeabfahrt sondern den schwarzen Graben abzufahren. Der Gipfelaufstieg gab dann noch etwas zu beissen, wegen Schneeverwehungen schnallten wir die Skis auf und bezwangen das Band zu Fuss. Als Belohnung konnten wir auf dem Gipfel die Sonne in vollen Zügen geniessen. Die Abfahrt über das Fierlegi (mit kurzen Gegenaufstieg) und den schwarzen Graben waren ein weiterer Höhenpunkt der Tour. Im Urnerstaffel genossen wir etwas Flüssiges und konnten die Tour noch einmal Revue passieren lassen. Gigi, danke für die tolle Tour.

    Fotos

  • Zu siebt genossen wir diese gemütliche Touren mit immer wieder tollen Aussichten. Auf allen 3 Gipfeln hatten wir gute Bedingungen. Im Gipfelbereich wehte jeweils ein etwas kühler Wind. Auf der Abfahrt genossen wir zuoberst Pulver oder Sulz, der leider zuunterst immer in Bremsschnee überging!

    Fotos

  • März
    Das kurze Zwischenhoch bescherte uns angenehmes Wanderwetter und sieben Bergfreundinnen freuten sich auf den Nachmittag. Nach einer kurzen Busfahrt zum Unterlöchli führte uns der Weg gleich in die Höhe. Bei Auf und Ab bestaunten wir die ersten Frühlingsboten und nach einer Stunde zeigte der Wegweiser schon wieder nach unten. In Ebikon verweilten wir bei Kaffee und Kuchen bis der Bus uns nach Luzern brachte.
    Start von Sahli bei sonnigen Aufhellungen, Waldstück hat nur knapp Schnee wegen der starken Regenfälle von letzten Woche. Für die harte Aufstiegspur benötigten wir Harscheisen. Wegen Oberschenkelkrampf mussten wir leider eine Teilnehmerin 100m unter dem Gipfel mit ihrem Partner warten lassen. Gemeinsam fuhren wir bei leichten Schneefall bei gut bis sehr gut fahrbaren Verhältnisse über Grün Boden und die Alpstrasse zurück ins Sahli.

    Fotos

  • Juni
    Der Bergfreunde sind eigentlich bekannt dafür, dass sie nicht nur mit CoreTex-Kleidern bestens ausgerüstet sind, sondern auch deren Haut damit ausgestattet ist.
    Die Wettervorhersage, anfänglich noch nicht so verheissungsvoll, hat wohl alle von der Teilnahme abgehalten, doch es kam anders.
    Am Vormittag noch meist bewölkt, aber trocken, macht sich der Tourenleiter halt alleine an den Anstieg zum Ächerlipass und ist froh, dass die Sonne nicht auf sein Haupt brennt. Da niemanden zum Plaudern da ist, hat er genügend Zeit, sich den Tourenbericht schon zusammenzureimen.
    Waren Wochen zuvor hunderte von Freizeitsportlern auf allen möglichen 2- bis 4-Rädern auf dieser Strecke, musste nur zweimal für ein Auto platzgemacht werden. Selbst die elektrifizierten Teile scheinen sehr wetterfühlig zu sein und bei unsicheren Prognosen keinen Strom zu liefern.
    Heute in persönlicher Rekordzeit auf dem Heitletsboden, die Sonne nun draussen für einen tollen Weitblick und kleiner Rast. Den Einstieg des Trails hier oben muss man von früher kennen, denn heute ist er nicht mehr auszumachen, erst weiter untern zeigt er sich. Ab dem eigentlichen Einstieg des Trails mit dem Namen "Leowägli" gehts nun sehr zügig zur Sache. Musste man noch vor wenigen Jahren fürs Durchkommen anfangs Saison neben dem Buschmesser auch eine Wünschelrute dabei haben, wird das Wägli heute sogar für die einheimischen Biker geshaped, die sich raufshuttlen lassen.
    In einem Zug durch, ausser den Stops bei den obligaten Aussichtspunkten, erstaunlich trocken der Boden, die schwierigen Stellen sind nun geglättet, ich verfalle dem Rausch...
    Am Alpnachersee spinge ich kurz ins kühle Nass und lasse mich an der herrlichen Sonne trocknen und den Ritt revue passieren. Schön wars!

    Fotos

  • Juli
    Wegen einer Panne der SBB auf der Strecke Littau - Wolhusen, konnte sie den Anschluss zur Chappelenbodenbrücke nicht gewährleisten. So wanderten wir fünf Bergfreundinnen der Reuss entlang zur Gütschbahn. Diese führte uns auf den Gütsch und ersparte uns einige Schweisstropfen. Durch den kühlen Wald setzten wir unsere Wanderung fort und peilten das Schwyzerhüsli an. Hier genossen wir bei einem kühlen Drink die Aussicht auf die Stadt. Die Rückkehr führte uns zur Busstation Obergütsch, wo zwei Frauen den Bus bestiegen und die restlichen Drei liefen zum Besammlungsort.

    Fotos

  • Leider wurde mit dem einsamen Wanderung ins Val di Lodrino nichts, da auch in diesem Tal der Coronavirus nicht halt gemacht hat und die Hütten geschlossen waren.
    Nichts desto trotz wurde gewandert. Jörg hat eine tolle Alternative gefunden und wählte den Monte Bar. Nach einer maskierten Zugsfahrt via Lugano und einem flotten Postautoritt bis Corticiasa,wanderten wir los. (Foto 1)
    Die SAC-Hütte-(Hotel) Cap. Monte Bar wurde dann unser Nachtlager und genossen bei toller Aussicht und gutem Essen eine herrlichen Sonnenuntergang. (Foto 2)
    Am nächsten Morgen marschierten wir gut gestärkt weiter Richtung Valle Morobbia.
    Die Landschaft ähnelte mehr den schottischen Highlands als der tessiner Bergwelt, auch freche Vierbeiner nutzten die Gelegenheit unsere Rucksäcke bei der 1. Pause (auf dem Gazzirola) zu durchschnüffeln. (Foto 3 & Foto 5)
    Es folgte eine kurzen Gratkletterei und weiter ging es dann talwärts wo wir immer wieder mit einem neuen Landschaftskleid überrascht wurden.
    Eine kurze Mittagspause auf der Alp di Levén und dann ging es los auf den 3 stündigen Abstieg nach Vellano. (Foto 4)
    Glücklich dort angekommen, wurde von den einen im Stausee noch ein Erfrischungshüpfer in das kühle Nass gemacht, drei Männer zogen es vor weiter in die nächste Osteria zu marschieren und gleich dem Hopfen und Malz zu frönen.
    Auf der Zugfahrt nach Luzern empfing uns dann wieder die Realität (Maskerade), welche uns aus der herrlichen Tessinerbergwelt zurück nach Luzern brachte.

    Herzlichen Dank Jörg,
    es waren zwei tolle, lustige und erfrischende Tage

    Fotos

  • August
    Vier Bergfreundinnen fuhren mit der Bahn nach Giswil. Nun wanderten wir gemütlich auf dem Schacherseppli-Weg der Laui entlang bis Burg und auf dem linken Flussufer zurück. Wir genossen die Sicht in die frisch verschneiten Berge wie auch der kühle Wald.
    Heiss, heisser am heissesten - so könnte der Wandertag am Samstag beschrieben werden! Nach einem stärkenden Kaffee in Ausserberg wanderten wir, acht Bergfreundinnen und Bergfreunde, zur Bisse Niwärch ausgangs Baltschiedertal. Hier teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Während die einen den Weg durch den zwei Kilometer langen Stollen, nur mit einer Taschenlampe bewaffnet, unter die Füsse nahmen, versuchten die anderen an der historischen Bisse Niwärch, mit schwindeligen Tiefblicken, entlang ins Baltschiedertal zu gelangen. Beiden Gruppen gelang das Unterfangen und so trafen wir uns um die Mittagszeit bei Ze Steinu zum Mittagslunch. Was jetzt folgte war ein steiler, heisser 600 Höhenmeter-Aufstieg nach Erl. Wir wurden aber mit einer prächtigen Sicht auf das Bietschorn, das Weisshorn, das kleine Matterhorn, die Mischabelgruppe usw. usw. belohnt. Weiter folgten wir nun dem Weg den Wald hinauf nach Honalpa, Honegga und dann hinunter nach Mund. Nach gut sechs Stunden kamen wir dann verschwitzt und auch etwas müde im Safrandorf an, wo wir uns mit heimischen Produkten eindeckten und in einem wunderschönen B&B das Nachtlager bezogen. Auch das Nachtessen war natürlich geprägt von Safran (Safranrisotto) und natürlich einem (oder zwei) Ballon Heida.
    Am Samstag meinte es dann das Wetter nicht mehr ganz so gut, was unserer Wanderlust aber keinen Abbruch tat. Auf einem herrlichen Wanderweg durch einen Lärchen- und Fichtenwald erreichten wir die Alp Nessel, wo uns eine holländische Wandergruppe in der Kapelle mit schönen Gesängen willkommen hiess. Der zwischenzeitliche feiner Regen tat richtig gut und der heisse Aufstieg vom Freitag war schon wieder vergessen. Ab dem Lischuchnubel wurde nun die Bisse Nessjeri unsere Begleiterin bis fast zur Belap. Einfach fantastisch, was da vor hunderten Jahren gebaut wurde, damit die Felder am Rhonetal bewässert werden konnten. Nach rund fünf Stunden kamen wir, bereits wieder bei Sonnenschein, auf der Belalp an, genossen wiederum ein feines Getränk und machten uns dann startklar für das Abenteuer mit dem Trottibike. Die Abfahrt nach Blatten meisterten wir unfallfrei - es war wirklich ein Genuss!
    Kurz zusammengefasst waren es zwei sehr schöne Wandertage mit interessanten und fröhlichen Kameradinnen und Kameraden. Machen wir wieder mal!

    Fotos

  • September
    Bei angenehmen Wetter wanderten sechs Bergfreundinnen und ein Gast auf der Seebodenalp über den Panoramaweg und bewunderten die einmalige Aussicht über das Flachland. Mit dem Auf und Ab verspürten wir nochmals das Berggefühl. Auch fehlte der obligate Kaffeehalt in der Alp Altrüedisegg nicht.
    Fünf Bergfreundinnen bestiegen um 8 Uhr den Zug Richtung Zürich. In Zug hiess es das erste Mal Umsteigen auf das Postauto. Dieses führte uns sicher nach Oberägeri wo wir in einen kleineren Bus umstiegen nach Raten. Nach dem Kaffee starteten wir unsere Wanderung nach St. Jost. Hier eröffnete sich eine famose Rundsicht und wir bewunderten die Bergwelt von Eiger, Mönch und Jungfrau, über Urirotstock, den Mythen bis zu den Glarneralpen. Einfach herrlich! Nun führte uns der Weg runter zur Biberegg. Hier erwartete uns ein alter VW mit "Bundeslatten und Zubehör" hinten auf dem Packträger. Wer sucht hier wohl Schnee! Das Rätsel löste sich als wir das Brautpaar mit der Fotogräfin erblickten. Nach einem kurzen Schwatz und der Gratulation ging unser Weg weiter der Biber entlang nach Biberbrugg. Überall säumten Herbstzeitlosen unser Weg und wir wussten "Der Herbst ist angekommen". Es war eine abwechslungsreiche, nicht all zu anstrengende Wanderung.

    Fotos

  • Bei herrlichem Wetter fuhren sieben Bergfreundinnen und drei Bergfreunde ins Schächental und hinauf auf den knapp 1949 (Gründungsjahr der BL) hohen, vor 120 Jahren eröffneten Klausenpass. Die Jubiläumstour wollte nachgeholt werden - die sieben Zwärgli hatten sich ja noch versteckt! Ups... das erste Zwärgli entdeckten wir ja schon auf der Passhöhe, wahrscheinlich war es ungeduldig und wollte die Wandergruppe schon dort willkommen heissen. Während sich die meisten Wanderer auf der Sonnenseite des Schächtentals auf den Weg machten, marschierten wir nun auf der Schattenseite los und bald zeigte sich das Schärhorn und die Schächtentaler Windgällen im besten Licht. Unter dem Chammlihöreli durch führte uns der Weg zur Chammlialp und zum zweiten Zwärgli, das rasch gefunden wurde. Über den Chammlitritt mit einem herrlichen Aussichtspunkt folgten wir nun dem Weg zur Oberalp und wen wundert's, auch hier fanden wir ein Zwärgli - schon das Dritte. Nach einem steilen, zum Teil auch nassen Abstieg (überhaupt waren wir mehr am Absteigen) erreichten wir die Niederalp und fanden versteckt hinter einem Stein das vierte Zwärgli. Die Mittagsrast machten wir dann auf mit zum Teil kuhfladenbeladenen Steinen. Bei der Erledigung ihres Geschäfts fand Rita im nahen Wald zwei prächtige Steinpilze, was sofort eine grosse allgemeine Suchaktion auslöste - leider erfolglos! Weiter ging's dem Pfad entlang zur Alp Wannelen wo wegen des schönen Wetters das Alpbeizli offen hatte. Wir stärkten uns mit Schächtentaler Kaffee, saurem und sehr süssem Most. Aber jetzt, wo ist wohl das fünfte Zwärgli? Auch intensivstes Suchen nützte nichts, das Zwärgli blieb verschollen - vielleicht wollte es nicht länger auf uns warten und ist mit Schneewittchen ausgebüxt? Also liefen wir wieder los und bald zweigte der Weg ins Brunnital ab - wiederum mit herrlichen Ausblicken zum Rossstock, zum Fulen, zum Gross Ruchen, zur grossen Windgälle und steil hinunter nach Unterschächen. Bei der Alp Trogen, das gibt's ja nicht, fanden wir wieder ein Zwärgli, schön am Wegrand unter einer Wurzel versteck. Hier trennten sich die Wege. Die eine Hälfte der Gruppe stieg auf der Normalroute hinunter nach Unterschächen, die andere Hälfte nahm den luftigeren, stotzigen, einheimischen Weg über die Flue, mit Leitern und grandiosen Tiefblicken unter die Füsse. Wen wunderts, bei der Alp Flue fand sich auch noch das letzte Zwärgli. Kurz nachdem im Restaurant Alpina ein erster Regentropfen Elsbeth traf, stiegen wir in die Autos und fuhren dem Stau, welcher sich ab Stans bildete entgegen. Es war ein gelungener Wandertag im schönen Schächtental - vielen Dank für's Mitkommen.

    Fotos

  • Bei wunderschönem Spätsommerwetter kletterten 2 Seilschaften bei angenehmer Temperatur die Route «King Albert».
    Da wir früh gestartet sind, konnten wir den nachfolgenden Seilschaften gut entfliehen.
    Die moderate Plattenkletterei im soliden Granit ist bestens abgesichert und für Genusskletterer sehr zu empfehlen.
    Ein herzliches Dankeschön an die Teilnehmer für die gute Stimmung.


    Fotos

  • Da der Wetterbericht für den Sonntag und teils auch für Montag nicht gut war, starteten wir die Tour erst am Montag. Die Teilnehmerzahl hatte sich kurzfristig noch geändert und so startete Karin am Montag mit uns die verkürzte Tour. Vom Urbachtal stiegen wir langen und steilen Weg in die Gaulihütte auf. Der Aufstieg im dichten Nebel verging dank guten Gesprächen und einigen Anekdoten wie im Flug. Exakt, wie Karin angekündigt hatte, waren wir pünktlich um 16.00 Uhr in der sehr gemütlichen Gaulihütte.
    Am Dienstag starteten wir bei bestem Wetter die Tour auf das Hangendgletscherhorn. Mit 2 Seilschaften stiegen wir den Gletscher hoch und erkletterten über den Grat unser Gipfelziel. Wir genossen die fantastische Aussicht in die vielen Berge ringsum genauso wie unseren Lunch. Der Abstieg ging dann flott voran. Nach der Gletscherüberquerung mussten wir nur noch den Steinmanndli folgen, allerdings fanden einige von uns nicht alle Steinmanndlis. Trotzdem gab es für alle ein Stück feinen Kuchen in der Hütte. Auch am Dienstag waren wir pünktlich um 16.00 Uhr in der Gaulihütte!
    Gregi und seine Gruppe schlossen sich uns an und nach dem Nachtessen lauschten wir gespannt der Geschichte über die Rettung der abgestürzten Dakota am Gauligletscher. Wie durch ein Wunder überlebten die 12 Passagiere und auch die Rettungsmannschaft das Ereignis.
    Am Mittwoch starteten wir dann den Aufstieg zum Gauligletscher und bewunderten den Propeller auf der Moräne und dann den Schrotthaufen (Flugzeugreste) auf dem Gletscher. Jeder suchte sich ein passendes Souvenir – manche waren später etwas unhandlich beim Abstieg. Über den Kettenweg stiegen wir über die Felsplatten zu den fantastischen Gletscherseen ab. Bei tollem Wetter genossen wir dort unser Zmittag und kühlten die Füsse im eiskalten Gletscherbach. Der Abstieg neben den Wasserfällen bot dann nochmals eine kleine Herausforderung bei feinstem Sprühregen. Aber ab dann war der Weg einfacher und wir konnten die steilen Berghänge links und rechts des Tals bewundern, welche wir beim Aufstieg im Nebel verpasst haben. Das Urbachtal und Gauligebiet sind tatsächlich sehr abgelegen und wild, aber genau deswegen wunderschön.
    Die Tour war ein absolutes Highlite und wir danken den Tourenleitern Karin, Gregi und Philipp herzlich
    für die tolle Organisation und Führung.

    Renata, Rita, Chris und Jasmin
    Vier Ehrenmitglieder, sieben junggebliebene Senior/innen, die First Lady und der Präsident wanderten bei sonnigem Wetter von der Glaubenberg-Passhöhe zum Sewenseeli. Dort suchten wir uns ein schönes Plätzli mit Aussicht und gönnten uns einen feinen Apéro. Als Überraschung hatten Caroline und Erwin zwei Walliser (in Flaschen) mitgenommen, und Margrit servierte ein feines Hefegebäck.

    Gestärkt gingen wir weiter bis zur Sewenegg, wo wir einen kurzen Picknick-Halt machten. Die aufziehenden Wolken verhiessen nichts Gutes, und wir gingen zügig über den recht steilen Weg hinunter zurück zum Glaubenberg. Gerade rechtzeitig vor dem grossen Regen kamen wir im Passhöchi-Beizli an, wo wir uns einen Kafi genehmigten und die feinen Kuchen (Schoggi-Zucchetti-Kuchen und Apfelkuchen) von Olga genossen.

    Stefan, vor Kurzem ins neunte Jahrzehnt eingetreten und somit ältester Teilnehmer, bedankte sich im Namen aller beim Präsidenten für die gelungene Organisation und Durchführung dieser fünften «Ehrenmitglieder-Wanderung». Die sechste Ausgabe folgt bestimmt.

    Fotos

  • Oktober
    Das nasse und windige Herbstwetter veranlasste uns, die Wanderung im Flachland durchzuführern. So wanderten wir, 4 Bergfreundinnen, durch die Neustadt, begutachteten die Neubauten und endeten unsere Tour in Kriens im Cafe Habermacher.
    Geplant war eine Biketour am Samstag auf das Rotgrätli. Aufgrund der aktuellen Schneemengen in den Voralpen war diese Tour jedoch nicht möglich. Zudem war die Wettervorhersage schlecht für den Samstag. So hat sich Rainer spontan entschieden, eine Tour am Sonntag zu leiten. Er hat sich für die grosse Rundtour Brienzer Rothorn entschieden.
    So starteten Rainer, Priska, Christoph und ich die grosse Runde in Lungern. Znünipause gibts im Restaurant Schönbüel beim Höch Gumme. Dann gibts eine holprige, anspruchsvolle Abfahrt über Weiden nach Sörenberg. Da wird klar, keiner hat sein Ross so gut im Griff wie Rainer...macht aber auch so Spass.
    Mit der Seilbahn gehts danach hoch auf das Brienzer Rothorn, wo wir Mittagspause machen. Danach starten wir in die lange, wunderschöne Abfahrt nach Brienz. Über 1700 Hm Abfahrt, mal technisch, mal flowig, aber immer trocken. Schönes warmes Herbstwetter. Oben Fels unten farbige Wälder und weicher Waldboden. Und wieder müssen wir sagen: keiner kennt schönere Biketouren als Rainer.
    Auch in Brienz gibts wieder eine Kaffeepause, bevor wir mit dem Zug zurück nach Lungern fahren.
    Hat Spass gemacht, danke Rainer
    Markus
    November
    Wir trotzen der Corona und stärken unser Imunsystem. in diesem Sinn bestiegen wir am Bahnhof den Bus 21 und fuhren durch die herbstliche Landschaft bis Hofrüti. Nun wanderten wir in ca. 1,5 Stunden über die Horwer Halbinsel. Alle waren auf die gegenseitige Distanz bedacht, genossen aber die spezielle Stimmung der Natur.